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„Neue Herausforderungen des Lehrberufs verstehen und meistern“

Datum

Programm

23. November 2022

Beginn 13:30 Uhr

Kultur- & Kongresshaus Aarau

13.30 Uhr Begrüssung
Roland Latscha, Präsident Kantonalkonferenz
14.00–15.30 Uhr Workshops 1–4 (1. Runde)
15.30–16.00 Uhr Pause mit kleiner Verpflegung
16.00–17.30 Uhr Workshops 1–4 (2. Runde)
17.30–18.00 Uhr Abschluss im Plenum
Live-Cartoons von Jonas Raeber

 

Ab 18.00 Uhr «After-Work-Party» mit Food, Drinks & Music
Spannende Gespräche bei einem Apéro riche, prickelnden Getränken und melodiösen Jazz-Klängen von
«Sugar and the Josephines»

Workshops – detaillierte Beschreibung

Herausforderungen in der Umsetzung des Lehrplans 21 – von Anderen lernen

Referentin: Prof. Dr. Annette Tettenborn, PH Luzern, Forschung und Entwicklung, Institut für Professions- und Unterrichtsforschung (IPU)

Der Lehrplan 21 stellt Schulen, Schulleitungen wie Lehrpersonen vor einige Herausforderungen. Im Kanton Aargau wird der neue Lehrplan Volksschule seit dem Schuljahr 2020/21 gestaffelt eingeführt, andere Kantone (bspw. Kt. Luzern) haben die Lehrplaneinführung bereits abgeschlossen. Im Workshop werden, ausgehend von den Themen der Teilnehmenden, Perspektiven auf einen gelingenden Umgang mit den Herausforderungen gesetzt. Häufig werden hier genannt: überfachliche Kompetenzen beurteilen, Übertrittsentscheide legitimieren, die Kompetenzorientierung über alle Zyklen weiterziehen. Einleitend wird berichtet, über welche Wege Lehrpläne Einfluss auf Schul- und Unterrichtsentwicklung nehmen können. Erfahrungen aus dem Kanton Luzern werden beigezogen, ganz nach dem Motto: Von Anderen lernen.

Und was tun wir denn jetzt? Herausforderungen bei der Einschätzung überfachlicher Kompetenzen

Referentinnen: Dr. Miriam Compagnoni, Universität Zürich; MA Claudia Zimmerli, PH FHNW

Mitbringen: Mobiltelefon mit QR-Code Reader

Eine lernförderliche Beurteilungs- und Feedbackkultur an Schulen ist für die Stärkung überfachlicher Kompetenzen zentral. Gleichzeitig ist eine chancengerechte, effiziente und förderorientierte Einschätzung der überfachlichen Kompetenzen mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Es stellt sich nicht nur die Frage, wie überfachliche Kompetenzen sichtbar werden und wie es Lehrpersonen gelingen kann, auf Grund von Beobachtungen zu aussagekräftigen Einschätzungen zu gelangen. Unsicherheiten bestehen auch zur Frage, ob überfachliche Kompetenzen in Fachnoten einfliessen dürfen. Und nicht zuletzt sind Einschätzungen von subjektiven Haltungen und Wertvorstellungen geprägt. Auch damit gilt es einen Umgang zu finden.

Am Workshop werden diese Fragestellungen gemeinsam erörtert. Im Anschluss an einen Input zu «Best Practice» aus wissenschaftlicher Perspektive, wird anhand konkreter Beispiele aus dem Schulalltag interaktiv mit den Teilnehmenden der Austausch über verschiedene Vorgehens- und Umsetzungsweisen angeregt. Der Workshop setzt anhand von Leitfragen Impulse, um gemeinsam im Team angemessene Abläufe und Instrumente zur Einschätzung überfachlicher Kompetenzen zu entwickeln.

Übertrittsentscheidungen

Referent: MA Lukas Ramseier, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Pädagogische Hochschule, Zentrum Lernen und Sozialisation

Schulische Übergänge – also der Wechsel von einer Schulstufe in eine andere – gehen mit diversen Belastungsfaktoren einher. Die Forschung zeigt, dass veränderte Lernumwelten einen massgeblichen Einfluss auf verschiedene schul- und leistungsrelevante Überzeugungen ausüben. Übertrittsentscheidungen stellen somit zentrale Punkte im Bildungsverlauf dar.

In diesem Workshop sollen Risiken und Chancen neuer Lernumwelten thematisiert werden, um Lehrpersonen Möglichkeiten aufzuzeigen, zu gelungenen Übertritten beizutragen. Dabei ist insbesondere von Interesse, welche Faktoren Übertrittsentscheidungen beeinflussen, welche Auswirkungen sich zeigen und wie begünstigende Einstellungen von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden können.

Elterngespräche, die begeistern!

Referentin: Petra Mächler, Schulleiterin, Primarlehrerin und systemischer Coach
Referent: Ralph Keller, Trainer für Teams und Business-Athleten

Training mit Business-SchauspielerInnen

Elterngespräche sind für Lehrpersonen eine prima Gelegenheit, einen fruchtbaren Boden für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern zu initiieren, damit die Schülerinnen und Schüler das schulische Potential voll entfalten können.

In diesem Workshop werden mit Business-SchauspielerInnen

  • die Schlüsselstellen im Elterngespräch,
  • den Umgang mit unterschiedlichen Verhaltenstendenzen der Eltern,
  • herausfordernde Gesprächssituationen

realitätsnah dargestellt und gezielt trainiert.

Die Inputs bestechen durch die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Trainer.

Neue Herausforderungen des Lehrberufs verstehen und meistern

Die Themenkonferenz vom 23. November 2022 widmet sich vier Problemfeldern und damit verbundenen Herausforderungen des Lehrberufs, welche Praktikerinnen und Praktiker in der letzten Zeit verstärkt beschäftigen. Im Rahmen von fokussierten Workshops haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich im Rahmen von Workshops für zwei der vier Themenbereiche einzuschreiben und mit ihren Erfahrungen und Fragen einzubringen.

Eine erste und themenübergreifende Herausforderung betrifft Anforderungen, Probleme und Möglichkeiten der konkreten Umsetzung des Lehrplans 21. Dieser Workshop wird von Prof. Dr. Annette Tettenborn (PH Luzern) geleitet. Im Fokus stehen u.a. Erfahrungen aus unterschiedlichen Kantonen und die Frage, was von ihnen gelernt werden kann. Der zweite Workshop, geleitet von Dr. Miriam Compagnoni (Universität Zürich) und MA Claudia Zimmerli (PH FHNW), widmet sich einer ersten thematischen Vertiefung der zentralen (Neu-) Anforderungen, die mit dem Lehrplan 21 verbunden sind: die Einschätzung und Beurteilung von überfachlichen Kompetenzen. MA Lukas Ramseier (PH FHNW) leitet den dritten Workshop, welcher sich den Problemen von Übertrittsentscheidungen und den Möglichkeiten ihrer Bewältigung annimmt. Die vierte Herausforderung, welche an der Konferenz thematisch werden soll, betrifft einen mehr oder weniger problematischen «Dauerbrenner» des Lehrberufs, namentlich die Kommunikation mit den Eltern. Ralph Keller, der Leiter des entsprechenden Workshops, verspricht in Zusammenarbeit mit Petra Mächler, den Teilnehmerinnen und Teilnehmen «Elterngespräche, die begeistern» näherzubringen.

Die je zweifach durchgeführten 1,5-stündigen Workshops werden von den Leiterinnen und Leitern während rund 25 Minuten eingeleitet. Im Zentrum stehen dann der Austausch und die Diskussion zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich zum Voraus für zwei der vier Angebote entscheiden und anmelden.

Der Vorstand der Aarg. Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerkonferenz hofft mit der praktischen Ausrichtung der Tagung Ihr Interesse geweckt zu haben!